Archiv für das ‘Privatsender’-Tag

HD+ ab Sommer auch bei Sky

Ab Sommer dieses Jahres werden die Satellitenkunden von Sky Deutschland das Sendeangebot von HD+ ein Jahr lang kostenlos nutzen können.

Das ist das Ergebnis einer strategischen Kooperation, die heute von dem Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland und der Astra-Tochter HD Plus GmbH bekanntgegeben wurde. Sky-Kunden, die den Abosender via Kabel empfangen, steht das Angebot nicht zur Verfügung. Nach Ablauf der kostenlosen zwölfmonatigen Probephase sind jährlich 50 Euro zahlen, um die HD-Pendants von RTL, RTL2, Vox, ProSieben, Sat1, Kabel Eins, Sport 1 und Sixx wiedergeben zu können.

Voraussetzung für den Empfang bzw. die Freischaltung von HD+ ist die V13-Smartcard mit NDS-Videoguard-Verschlüsselung von Sky. Die ältere Nagravision-Smartcard vom Typ S02 wird nicht unterstützt.

Die bei HD+ bekannten Aufnahme- und Time-Shifting-Restriktionen greifen nach Bestätigung durch Moritz Wetter, Unternehmenssprecher bei Sky, auch bei der Freischaltung auf den Sky-Smartcards: “Das HD+ Angebot, das ab Sommer über Sky zu empfangen sein wird, unterscheidet sich nicht vom bereits erhältlichen HD+ Angebot. Insofern müssen wir die geltenden Vorgaben seitens der HD+ Sender beachten”.

sixx ab Dezember 2010 in HD

Die Satelliten-Plattform HD+ erhält zum 1. Dezember 2010 mit dem Frauensender sixx weiteren Zuwachs.

Sixx HD ist dann neben den Schwesterkanälen ProSieben HD, Sat.1 HD und kabel eins HD und den RTL-Sendern RTL HD, VOX HD, Sport1 HD sowie dem ebenfalls am 1. Dezember startenden RTL2 HD der achte Privatsender im Angebot von HD+.

Ein Jahr HD+ und nun?

Nun ist es soweit: Das erste Jahr Gratisnutzung HD+ ist für die Erstabonnenten vorbei oder neigt sich dem Ende zu.

Und wie der Autor Roger Baur in einem Artikel des Blogs klarsicht.mattschiibe.ch treffend feststellt, muss zum ersten Mal in der Fernsehgeschichte des deutschsprachigen Raumes für den Empfang eines werbefinanzierten Privatsenders bezahlt werden: ‘HD+ macht ernst: RTL & Co. wollen Geld sehen‘.

Es stellt sich also die Frage, ob und wie viele der Kunden bereit sind, zukünftig 50 Euro für die Verlängerung ihres Abos bzw. 55 Euro für eine anonyme Smartcard pro Jahr für ein werbefinanziertes Fernsehen in HD-Qualität zu bezahlen.
Die aktuellen Umfragen zum Thema HD+, z.B. der Zeitschrift “Audio Video Foto”, sagen aus, dass nur 7 Prozent der befragten Leser bereit sind, ihr Abo zu verlängern. Knapp ein Viertel würde es sich unter der Voraussetzung, dass die monierten Mängel von HD+ beseitigt werden, ggf. noch einmal überlegen.

Doch gerade die umstrittenen und mehrfach kritisierten Aufnahme- und Time-Shifting-Restriktionen, in den Spezifikationen zwar vorgesehen, aber großteils noch nicht umgesetzt, werden kommen. In einem Interview gegenüber dem Medienmagazin dwdl.de erklärt Timo Schneckenburger, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei HD Plus, dass die Beschränkungen nicht als Rückschritt bei der Benutzerfreundlichkeit gesehen werden dürfen. Vielmehr sei das Produkt HD+ ein Fortschritt. “Der Zuschauer bekommt etwas, was er vorher nicht hatte. Wir nehmen den Leuten nichts weg, mit HD+ kommen die Privaten in HD-Qualität zusätzlich zum gesamten Angebot über Astra in die TV-Haushalte”.
Auch seien die Einschränkungen bei den Aufnahmen für viele Leute “gar kein so dramatisches Problem, wie es oft dargestellt wird. Das zeigt auch das Feedback unserer Kunden. Aber natürlich ist es zunächst ungewohnt, wenn eine gelernte Form der Mediennutzung Einschränkungen unterliegt.”
Allerdings sei der momentane Status Quo in punkto Wiedergabe von HD-Aufzeichnungen auch noch nicht der Idealzustand. “Die Aufgabe ist es dem Zuschauer zu ermöglichen, zwischen den Werbeinseln vor und zurückzuspulen. Das ist der Konsens zwischen HD PLUS und den Sendern”, so Schneckenberger.

Also alles gar nicht so schlimm?!
Naja – was bitte schön soll fortschrittlich daran sein, technische Einschränkungen und zusätzliche Kosten trotz Werbung in Kauf zu nehmen? Mit Grundverschlüsselung, Smartcard-Zwang und dem zwingenden Einsatz proprietärer Receiver ergibt sich – zumindest aus Verbrauchersicht – sicher keine zukunftsorientierte Entwicklung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich HD+ tatsächlich am Markt platzieren kann. Auch bei HD Plus mag man noch keine konkreten Zahlen bestätigen. “Wirklich belastbare Daten für eine valide Prognose werden wir wohl erst in sechs bis acht Monaten haben”, so Timo Schneckenburger im Interview mit dwdl.de. Aktuell habe der Handel “weit mehr als 300.000 HD+ Receiver und gut fünfstellig CI Plus Module verkauft”.
Damit relativiert sich der im Juli 2010 gegenüber der Presse verbreitete Erfolgskurs: Seinerzeit gab HD Plus an, mehr als eine Million HD+-Karten an den Handel ausgeliefert zu haben.
Im Vergleich zu den ca. 12,5 Millionen Haushalten mit digitalem Satelliten-Empfang, von denen nach neuesten Erhebungen immerhin rund die Hälfte mit HD-fähigen Fernsehern ausgestattet sind, verkümmert der angebliche Erfolg weiter. Und bezogen auf die insgesamt ca. 35,5 Millionen TV-Haushalte ergibt sich ein schwacher Marktanteil von unter einem Prozent.

RTL 2 ab Dezember 2010 in HD

Ab Anfang Dezember 2010 wird nun auch RTL 2 in einer hochauflösenden Variante über die umstrittene Satellitenplattform HD+ ausgestrahlt.

Wie Jochen Starke, Geschäftsführer bei RTL 2, mitteilt, investiere RTL 2 in dieses Projekt, “um Fernsehen noch attraktiver zu machen. Mit dem hochwertigen HD-Standard bieten wir brillante Bilder, die sowohl unsere Zuschauer als auch die Werbekunden begeistern werden. Das ist beste Unterhaltung auf höchstem technischen Niveau”.

Unklar ist jedoch, wie viele Sendungen bei RTL 2 tatsächlich in nativem HD ausgestrahlt werden. Bei eingekauften US-Produktionen dürfte dies am wahrscheinlichten sein. Die bekannten Doku-Soaps und ähnliche Formate werden aber wohl noch eine Zeit lang in Standardauflösung produziert und für die Ausstrahlung auf 1080i hochgerechnet.

Damit ist RTL 2 HD der siebte private Free-TV-Sender im Angebot von HD+. Aktuell senden RTL, Sat. 1, ProSieben, Vox und Kabel eins in HDTV. Ab November soll zudem Sport 1 HD starten.

ZDF-Intendant Schächter kritisiert HD+ scharf

“HDTV ist der neue Fernseh-Standard. Es ist eine Dreistigkeit, dem Publikum dafür ein Abonnement aufzudrücken.”

Mit diesen Worten übt der ZDF-Intendant Markus Schächter in einem Interview mit dem Medienmagazin dwdl.de scharfe Kritik an dem kostenpflichtigen HD-Angebot HD+ von Satellitenbetreiber Astra und den deutschen Privatsendern.

Für knapp 5 Euro im Monat biete das ZDF nach Feststellung von Schächter “ein vielfältiges und hochwertiges Programm rund um die Uhr, dazu drei Digitalkanäle, Online, Teletext und nicht zu vergessen 3sat, Arte, Phoenix und den KiKa. Ich wundere mich schon, dass sich kein Mensch darüber aufregt, dass die Privatsender mal eben fünf Euro für das ganz normale Programm in HD-Qualität kassieren wollen.”
Im Ergebnis dieser Entwicklung sorgt sich Schächter auch um die im europäischen Vergleich ohnehin rückständige Digitalisierung in Deutschland, die durch diese “Maut-Stelle” weiter abgebremst werde.

Sky erweitert Basispaket um vier HD-Sender

Der Pay-TV-Anbieter Sky erweitert sein Basispaket “Sky Welt” um zusätzlich vier HD-Sender.

Wie Sky am vergangenen Freitag bekannt gab, werden ab dem 6. Oktober 2010 die drei Dokumentationskanäle Discovery HD, National Geographic HD, History HD sowie der Sportkanal Eurosport HD ohne Aufpreis in das Einstiegspaket mit aufgenommen. Die Freischaltung der zusätzlichen HDTV-Sender erfolgt automatisch.

Sky: Ab morgen 10 HD-Sender im Angebot

Wie das Internet-Magazin satnews.de berichtet, wird der Pay-TV-Anbieter Sky ab morgen sein HD-Angebot um drei zusätzliche Programme erweitern und startet mit der Ausstrahlung der Programme Sky Sport HD 2, Sky Cinema Hits HD und Sky Action HD um 06:00 Uhr. Insgesamt hat der Pay-TV-Anbieter dann zehn hochauflösende Sender im Repertoire.

Vervollständigt wird das HD-Programm-Angebot durch die bereits eingeführten Sender Sky Cinema HD, Sky Sport HD, Disney Cinemagic HD, Discovery HD, National Geographic HD, History HD und Eurosport HD.

Die neuen Frequenzen bei Satelliten-Empfang wurden bereits im reel | blog in dem Artikel ‘Sky: Empfangsdaten für neue HD-Sender‘ veröffentlicht. Der Empfang der HD-Sender über die verschiedenen Kabel-Anbieter ist eingeschränkt. Nähere Informationen hierzu findet man auf der Homepage des Pay-TV-Anbieters.

Über die Funktion der manuellen Kanalaktualisierung in der Kanalsuche der ReelBox ist es möglich, die Sender in die eigene Kanalliste zu übernehmen. Der Aufruf der Funktion erfolgt über Setup | Empfangseinstellungen | Kanalsuche. Sky-klein1

Sky-klein2

Folgende Einstellungen sind im Menü der Kanalsuche zu machen:

Bei Kanalsuche auf der AVG, Multiroom (falls aktiviert) zuvor ausschalten: Setup | Installation | Multiroom. Suchmodus: manuell | Gefundene Kanäle: Auswahl wie gewünscht | Frequenz: 10773 | Polarisation: H |  Symbolrate: 22000 | Modulation:  Auto | FEC: 2/3  |  dann rote Taste (Starten) drücken.

Die HD-Sender sind nur als Gesamtpaket “Sky-HD” in Kombination mit weiteren Programm-Paketen abonnierbar. Der Preis für das High-Definition-Paket richtet sich nach der Abonnement-Auswahl und beträgt zwischen 5 und 10 Euro monatlich.

Sky: Empfangsdaten für neue HD-Sender

Nach einem Bericht des Internetmagazins Sat-News wurden die Empfangsdaten für die drei neuen HD-Sender des Pay-TV-Senders Sky Deutschland nun bekannt gegeben.

Die Programme Sky Sport HD 2, Sky Cinema Hits HD und Sky Action HD werden ab 13. August via Astra 19,2° Ost auf Transponder 53 über die Frequenz 10.773 GHz horizontal (SR 22.000, FEC 2/3) ausgestrahlt. Dies teilte ein Sky-Sprecher am 19. Juli 2010 auf Anfrage dem Branchendienst Digitalmagazin mit.

Erweitertes HD-Angebot bei Sky

Wie bereits mitgeteilt, erweitert der PayTV-Anbieter Sky sein HDTV-Angebot zum 13. August 2010 auf insgesamt zehn Kanäle.

Das derzeitige Sportprogramm Sky Sport HD wird in Sky Sport HD 1 umbenannt und mit dem neuen Sender Sky Sport HD 2 um weitere Live-Sportübertragungen in HD-Qualität ergänzt.

Aber auch die Filmfreunde profitieren von dem erweiterten Sky HD-Angebot. Als HDTV-Ableger der bereits aus dem Filmpaket bekannten Sender werden zukünftig mit Sky Cinema Hits HD und Sky Action HD Filmhits und US-Serienerfolge in hochauflösender Qualität angeboten.

Das erweiterte HDTV-Angebot soll im jeweiligen Paket ohne Zusatzkosten enthalten sein. So haben Sky-Kunden mit einem Fußball Bundesliga- bzw. Sport-Abo zukünftig auch Zugriff auf Sky Sport HD 1 und Sky Sport HD 2 und Abonnenten des Film-Pakets auf Sky Cinema Hits HD und Sky Action HD.

Sky ergänzt HDTV-Angebot

Der PayTV-Anbieter Sky hat angekündigt, zum 13. August 2010 mit einem weiteren hochauflösenden Sportkanal online zu gehen.

In Ergänzung zu Sky Sport HD mit aktuell nur einem übertragenen Bundesligaspiel soll auf Sky Sport HD 2 die gesamte Bundesligakonferenz in HDTV ausgestrahlt werden. Darüber hinaus sind Übertragungen der Spiele der Premier League, der UEFA Europa League und des DFB-Pokals, eventuell auch der Champions League, geplant.

Neben Sky Sport HD 2 sollen noch drei weitere Sender das HDTV-Angebot von Sky ergänzen: Sky Cinema Hits HD, Sky Action HD sowie ein weiterer, derzeit noch in Planung befindlicher Sender.
Über die Kosten für die zusätzlichen Angebote liegen noch keine offiziellen Informationen vor.

Kabel Deutschland bereitet Einspeisung der privaten HD-Sender vor

Wie das Online-Magazin Area DVD aktuell mitteilt, hat Kabel Deutschland in einigen Kabelnetzen Testfrequenzen für neue HDTV-Sender aktiviert.

Die angezeigten Kennungen ”Test 1” bis ”Test 5” lassen darauf schließen, dass es sich um Vorbereitungen für die Einspeisung der HD-Kanäle von RTL und ProSiebenSat.1 handelt.

Bereits Mitte März 2010 hatte KDG-Chef Adrian von Hammerstein in einem Interview gegenüber den VDI Nachrichten erklärt, dass Kabel Deutschland das HDTV-Angebot der Privaten einspeisen will.
Die HDTV-Sender der Privaten sind schon seit Anfang Mai im Kabelnetz der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus und Primacom zu empfangen. Für die weiteren Kabelnetzbetreiber wird die Einspeisung von RTL HD, VOX HD, ProSieben HD, Sat.1 HD und kabel eins HD im Laufe dieses Jahres erwartet.

Bundeskartellamt ermittelt gegen Privatsender

Am gestrigen Mittwoch hat das Bundeskartellamt mit richterlichem Beschluss Hausdurchsuchungen bei den Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 durchführen lassen.

Beide Unternehmen stehen im Verdacht gemeinsame Absprachen getroffen zu haben, ihre digital ausgestrahlten Free-TV-Sender nur noch verschlüsselt und gegen zusätzliches Entgelt empfangbar zu machen. Im Weiteren sollen sich die Sender darüber geeinigt haben, durch technische Maßnahmen wie Kopierschutzfunktionen und Anti-Werbe-Blocker die Nutzungsmöglichkeiten der Programmsignale zu beschränken. Leidtragende seien die Kabelnetz- und Satellitenbetreiber sowie mittelbar die Fernsehzuschauer, erklärte eine Sprecherin des Bundeskartellamts.

RTL und ProSiebenSat.1 waren bereits im Jahr 2007 im Visier des Bundeskartellamts und der Staatsanwaltschaft. Damals verhängte die Wettbewerbsbehörde aufgrund kartellrechtswidriger Rabattvereinbarungen Geldbußen von insgesamt 216 Millionen Euro gegen die Werbezeiten-Vermarkter IP Deutschland sowie SevenOne Media der beiden Sendergruppen.

Nach Auffassung einiger Branchenkenner lassen die eingeleiteten Ermittlungen des Bundeskartellamts darauf schließen, dass die beiden Privatsender das nach eigenen Angaben gut angelaufene Geschäft mit HD+ offensichtlich auch für die bislang frei empfangbaren Free-TV-Sender übernehmen wollen.

Verbände fordern unverschlüsseltes HDTV

Der Deutsche Mieterbund (DMB), der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordern in einem gemeinsamen Positionspapier ein auch künftig frei empfangbares digitales Privatfernsehen und den Verzicht auf Grundverschlüsselung und Kopierschutz.

Nach Meinung der drei Verbände bremst neben den etwaigen Investitionen in neue Geräte vor allem die entgeltrelevante Verschlüsselung privater werbefinanzierter TV-Programme den Umstieg der Kabelkunden auf das digitalisierte Breitbandkabel. Daher fordern DMB, GdW und vzbv von den Sendern und Kabelnetzbetreibern die Abkehr von der Verschlüsselung bisher frei empfangbarer TV-Programme, und soweit dies nicht auf freiwilliger Basis durchsetzbar sei, ein gesetzliches Verbot. Nach Auffassung der drei Organisationen ist die Verschlüsselung dieser Programme mit den Grundsätzen des Rundfunkstaatsvertrages nicht vereinbar.

Auch der Einsatz der restriktiven Kopierschutzmaßnahmen und weit in die Privatsphäre der Zuschauer eingreifenden Rechtemanagementsysteme wird abgelehnt. “Dadurch wird die private Nutzung digitaler Rundfunkprogramme im HD-Format erheblich eingeschränkt und letztlich für viele unattraktiv gemacht”.
Wie es in dem Positionspapier weiter heißt, gefährde eine Adressierbarkeit sämtlicher Fernseh- und Hörfunkempfangsgeräte, wie sie vor allem vom Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) gefordert werde, die Persönlichkeitsrechte der Zuschauer, indem sie die Erstellung von Nutzerprofilen oder personalisierte Werbung möglich mache.

“Damit die Digitalisierung des Rundfunks eine Erfolgsgeschichte wird, müssen die Privatsender und Netzbetreiber durch die Brille der Zuschauer sehen und datenschutz- und rundfunkrechtliche Grundregeln einhalten. Die kostenpflichtige Verschlüsselung und Adressierbarkeit digitaler TV-Programme läuft dem zuwider”, so Gerd Billen, Vorstand des vzbv.

HDTV-Sender der Privaten im Kabelnetz

Wie bereits Ende Januar angekündigt werden in Kürze zusätzlich zu RTL HD und VOX HD auch ProSieben HD, Sat.1 HD und kabel eins HD im Kabelnetz von Tele Columbus zu empfangen sein.

Damit ist Tele Columbus der erste Kabelnetzbetreiber, der seinen Kunden alle großen Privatsender in hochauflösender Bildqualität anbietet. Bislang konnten diese (in komplettem Umfang) nur über das Satellitenangebot HD+ empfangen werden.

Die Sender sind Teil des digitalen Basispakets, werden also ohne Zusatzkosten zur Verfügung gestellt. Der Empfang der HD-Programme der Privaten ist jedoch nur mit einem speziellen zertifizierten Receiver möglich. Die bekannten Restriktionen hinsichtlich der Vorspulfunktion und der Aufnahmemöglichkeiten wie HD+ müssen auch hier vom Kunden hingenommen werden.

Auch die Kabelnetzbetreiber Primacom und KabelKiosk, das Digital-TV-Kabel-Angebot von Eutelsat, dem viele kleine Kabelnetzbetreiber angeschlossen sind, haben angekündigt, in Kürze RTL HD und Vox HD in ihre Netzen aufnehmen zu wollen.

Für die weiteren Kabelnetzbetreiber wird die Einspeisung der HDTV-Kanäle der Privaten im Laufe dieses Jahres erwartet. So steht Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland nach eigenen Aussagen in Verhandlungen mit RTL und der ProSieben.Sat1-Gruppe. Der zweitgrößte Netzbetreiber Unitymedia hält sich indes noch bedeckt und bei Kabel BW heißt es, dass man zwar prinzipiell an einer Einspeisung der HD-Pendants der Privaten interessiert sei, allerdings nicht die von den Sendern Nutzungseinschränkungen wie z.B. Ad-Skipping an die Kunden weitergeben wolle.

Kabel Deutschland will HDTV-Angebot der Privaten einspeisen

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) steht mit RTL und ProSiebenSat.1 in Verhandlungen zur Einspeisung der HDTV-Programme der beiden Privatsender.

“Kabel Deutschland befindet sich in Gesprächen mit beiden privaten Sendergruppen bezüglich einer vertraglichen Vereinbarung zur Einspeisung ihrer HDTV-Angebote ins Kabelnetz”, so KDG-Chef Adrian von Hammerstein in einem Interview gegenüber den VDI Nachrichten.

Seit Februar speist KDG Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD ein, bislang allerdings nur in den ausgebauten Netzbereichen, was etwa 80 Prozent des KDG-Netzes entspricht. 2010 sollen weitere Anschlüsse modernisiert werden, so dass bis Mitte dieses Jahres laut von Hammerstein nahezu alle Kunden von Kabel Deutschland mit hochauflösendem Fernsehen versorgt werden können. Die nötigen Ausbaumaßnahmen seien bereits angelaufen. “Allerdings: Es wird immer vereinzelte Teilnetze geben, deren Aufrüstung nicht wirtschaftlich wäre”, wie der Unternehmenschef von Kabel Deutschland einräumt.

Im weiteren Interview bestätigte von Hammerstein, dass Kabel Deutschland noch im ersten Halbjahr 2010 ein CI+Modul anbieten werde “und damit einen einfachen und unkomplizierten Zugang zur digitalen Fernsehwelt ermöglichen – auch ohne zusätzlichen Receiver.”

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