Archiv für das ‘Kabelnetzbetreiber’-Tag

HDTV: Fortschritt mit Rückschritt?

An HDTV kommt man beim Kauf eines Fernsehers heute nicht mehr vorbei. Mehr Auflösung, mehr Details, mehr Bedienkomfort – rundum mehr Spaß am Fernsehen. So sollte es sein, doch wie sieht die Realität aus?

Verbraucherunfreundliche Einschränkungen (Thema HD+), Verschlüsselung, längere Umschaltzeiten, der teilweise misslungene Start der neuen öffentlich-rechtlichen HDTV-Angebote am 30. April und in diesem Zusammenhang die fehlende Einspeisung der zehn neuen HD-Sender von ARD und ZDF bei den Kabelnetzbetreibern machen aus dem vermeintlichen Fortschritt in das HDTV-Zeitalter einen mit Rückschritten.

In dem zur Lektüre empfohlenen Artikel “So droht TV der Tod” befasst sich der freie Journalist und Moderator Wolfgang Messer auf seinem Blog mit diesem Thema und kommt zu dem Resümee, dass die TV-Anbieter und Kabelprovider derzeit mit Nachdruck an ihrer eigenen Demontage arbeiten.

Wie sehen die Leser des reelblogs die Zukunft des Fernsehens?

Unitymedia vergrößert HDTV-Angebot um zwei Sender

Wie der in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia gestern bekannt gab, werden in Kürze zwei neue hochauflösende Kanäle eingespeist.

Ab dem 27. September 2011 geht Romance TV HD auf Sendung, Spiegel TV Wissen HD folgt am 4. Oktober 2011. Romance TV zeigt Spielfilme, Serien und anderen TV-Formate, die sich um die Themen Liebe, Familie, Freund- und Feindschaften drehen. In Spiegel TV Wissen stehen die Themen Wissenschaft und Forschung, Mensch und Gesellschaft, Planet und Wildnis im Vordergrund. Der Kanal ersetzt den Sender Spiegel TV Digital, der seinen Sendebetrieb einstellt.
Beide Sender sind Bestandteil des Programmpakets “DigitalTV Allstars HD”, das für 19 Euro pro Monat bei Unitymedia geordert werden kann, ein bestehender Unitymedia-Kabelanschlussvertrag vorausgesetzt.

Außerdem bietet Unitymedia Kunden mit digitalem Kabelanschluss, die bisher keine Programmpakete abonniert haben, ab 27. September 2011 einen “Schnupperkanal” an.
Hier wird jede Woche ein ausgewählter Sender für jeweils sieben Tage ohne Mehrkosten zu sehen seien. Mit diesem Angebot möchte der Netzbetreiber Kunden für seine kostenpflichtigen Zusatzpakete interessieren und werben.

Kabel Deutschland erweitert HDTV-Angebot

Anfang Oktober wird Kabel Deutschland sein HD-Sender-Portfolio um acht hochauflösende Sender erweitern.

Ab dem 5. Oktober 2011 werden zunächst die HD-Pendants der ProSiebenSat.1-Gruppe, also ProSieben HD, Sat.1 HD, Kabel Eins HD und Sixx HD sowie Sport1 HD und Servus TV HD eingespeist. Im Dezember sollen dann zwei hochauflösende Pay-TV-Kanäle folgen. Konkrete Informationen, um welche Sender es sich handelt, will der Kabelnetzbetreiber in Kürze mitteilen.
Die Verhandlungen bezüglich einer Einspeisung des deutschsprachigen HD-Portfolios der RTL-Gruppe (RTL HD, RTL2 HD, Vox HD) ins Kabelnetz laufen nach Auskunft von Kabel Deutschland noch.
Insgesamt wird Kabel Deutschland bis Jahresende dann 26 HD-Programme im Angebot haben. Die öffentlich-rechtlichen Sender bleiben wie bisher unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten mit geeigneten HD-Receivern für die Kabelkunden empfangbar. Voraussetzung für den Empfang der neuen privaten HD-Sender sind der Anschluss an das modernisierte Breitbandkabelnetz und ein auf 862 MHz aufgerüstetes Hausnetz.
Auch im Kabelnetz dürfte mit den von HD+ bekannten Aufnahme- und Time-Shifting-Restriktionen zu rechnen sein. Gegenüber DIGITAL FERNSEHEN erklärte ein Sprecher von Kabel Deutschland, dass Aufnahmen von den Sendern gemacht werden können, alle weiteren Restriktionen aber in den Händen der Sendergruppen liegen würden.

Mit der Erweiterung seines HD-Programmangebotes will sich Kabel Deutschland nach eigenen Angaben in Zukunft verstärkt auf HDTV konzentrieren. Im Zuge dieser Neuausrichtung führt der größte deutsche Netzbetreiber ab Oktober auch eine neue Tarifstruktur ein; viele TV-Produkte erhalten zudem neue Namen.
Das neue Angebot für Eigenheimbesitzer und Eigentümer wird Neukunden unter dem Namen “Kabelanschluss HD” für 18,90 Euro pro Monat zur Verfügung stehen. In diesem Paket sollen bereits bis zu sechs der neuen privaten HD-Sender sowie einen HD-Receiver oder ein CI-Plus-Modul enthalten sein.
Mit dem Paket “Kabel Digital” können Mieter, die bislang nur analoges Kabelfernsehen empfangen haben, für 2,90 Euro monatlich den digitalen Empfang dazu buchen. Die neuen privaten HD-Sender sind hier nicht enthalten, lassen sich aber über das Paket “Privat HD” mit ebenfalls bis zu sechs HD-Sendern der Privaten zusätzlich ordern.
Dieses Paket steht auch Bestandskunden zur Verfügung. Ab dem 5. Oktober können diese zu den neuen HD-Angeboten wechseln. Je nach Vertrag wird ein Aufpreis von bis zu 3 Euro fällig. Die Vertragslaufzeit beginnt dann erneut.

Anteil der TV-Kabelanschlüsse rückläufig

Nach einer vom Magazin Focus heute, 28. November 2010, vorab veröffentlichten Marktforschungsstudie geht der Anteil der Kabelanschlüsse seit 2005 kontinuierlich zurück.

Immer mehr deutsche Haushalte schalten ihren TV-Zugang auf Satellit oder Internet um. Während der Anteil der Kabelanschlüsse von 57,6 Prozent in 2005 auf 52,7 Prozent in 2010 zurückging, erhöhte sich der mit Satellitenanlagen ausgestattete Anteil von Haushalten im gleichen Zeitraum von 41,2 Prozent auf 45,7 Prozent. Auch der Bereich Internet-TV (IPTV) verzeichnete gegenüber 2007 mit 3,2 Prozent einen Anstieg auf 5,4 Prozent in 2010.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 21.681 Teilnehmern zu Ausstattung mit Kabelanschlüssen, Satellitenempfangsanlagen, Settop-Boxen und Internet-TV.

Das zum Teil mangelhafte Senderangebot gerade im Bereich HDTV, Grundverschlüsselung, proprietäre Receiver und die fast monopolistische Stellung der Kabelprovider verärgert also offensichtlich zunehmend mehr Kunden und bestätigt damit auch die bisherigen schlechten Umfrageergebnisse zum Thema Kabel-TV, s.a. reelblog-Artikel ‘HDTV im Kabel ein einziges Ärgernis‘.

HD-Paket bei Unitymedia bald ohne Zwangsreceiver?

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia will seinen Kunden in Nordrhein-Westfalen und Hessen zukünftig den Empfang der hochauflösenden Programmangebote offenbar auch auch ohne Zwangsreceiver ermöglichen.
Das teilen heute der Branchendienst DIGITAL FERNSEHEN und das Magazin Sat+Kabel unter Berufung auf eine Twitter-Nachricht eines Unitymedia-Mitarbeiters mit.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden über die von Unitymedia mit einer Monatsgebühr von sechs Euro vermietete Einheitsbox und deren technische Mängel.

Wie User im inoffiziellen Unitymedia-Forum vermuten, werden die HD-Pakete ab dem 1. Dezember 2010 alternativ als “nur Karten”-Vertrag angeboten. Es wird weiter spekuliert, dass in dem neuen Angebot nur noch Smartcards vom Typ UM02 unterstützt werden; diese Karten funktionieren in Kombination mit einem Alphacrypt-Classic-Modul und in den zertifizierten Receivern von Unitymedia. Der auch mit dem günstigeren Alphacrypt-Light funktionierende Kartentyp I02 wird sich indes voraussichtlich nicht freischalten lassen.

Eine offizielle Bestätigung seiten Unitymedia liegt noch nicht vor. Auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN hieß es lediglich, dass man derzeit mehrere technische Optionen für die Verbreitung von den bei Unitymedia eingespeisten HD-Sendern prüfe. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne man aber auch aufgrund laufender Gespräche mit den privaten Sendeunternehmen noch keine konkreten Aussagen hierzu treffen.

HDTV im Kabel ein einziges Ärgernis

Im Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Magazins Sat+Kabel schneidet das bei den deutschen Kabelnetzbetreibern wie Unitymedia, Kabel Deutschland (KDG) oder Kabel-BW angebotene hochauflösende Fernsehen insgesamt schlecht ab.

37 Prozent von derzeit rund 1.500 Teilnehmern betrachten die HD-Versorgung in den Kabelnetzen als “ein einziges Ärgernis”. Nicht einmal 2 Prozent der Befragten sind mit dem Angebot zufrieden.
Das geringe Angebot an hochauflösenden Sender wird von gut einem Drittel bemängelt.
Über ein Viertel interessiert die Frage nach “HDTV-Sender im Kabel” nicht mehr, weil sie entweder auf Satellit umgestiegen sind oder ihr Fernsehen per IPTV beziehen.

Die Erhebung von Sat+Kabel wird auch von einer Umfrage im Internet von AUDIO VIDEO FOTO BILD im September/Oktober dieses Jahres weitgehend bestätigt. Hier wurden mehr als 3.500 Leser zu ihren Erfahrungen mit HDTV befragt.
Schwache 15 Prozent der Kabelkunden gaben sich mit dem Angebot an empfangbaren HDTV-Programmen zufrieden.
Zudem wurde von zwei Drittel der befragten Kabelkunden über Empfangsprobleme mit Bild- und Tonausfällen im Kabelnetz berichtet, was auf die unterschiedliche Netzqualität in den Bundesländern zurückzuführen sei.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die von den Kabelanbietern vermieteten HDTV-Receiver, die als störanfällig und wenig komfortabel bewertet wurden.

Freie Wahl der Empfangsgeräte in Schweiz gefordert

Vielfach verschlüsseln die TV-Kabelnetzgesellschaften die digitalen Signale und zwingen die Nutzer so, ihre speziell auf die Eigenheiten der jeweiligen Plattform vorbereiteten Receiver zu kaufen oder zu mieten.

Der Bundesrat der Schweiz möchte dem Parlament nun eine Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes vorschlagen, die den Nutzern von digitalem Fernsehen die freie Wahl ihrer Set-Top-Box ermöglicht. Allerdings sollen die Anbieter grundsätzlich selbst entscheiden können, wie sie diese Wahlfreiheit gewährleisten wollen; ein Verschlüsselungsverbot ist nicht vorgesehen. Im Fall einer Verschlüsselung sollen die Kabelprovider jedoch verpflichtet werden, den Kunden ein Grundangebot von mindestens 50 Fernsehprogrammen anzubieten, das auch mit frei erhältlichen Geräten empfangen werden kann.

Während die schweizerischen Kabelnetzbetreiber eine Regelung grundsätzlich als unnötig erachten, geht den Konsumentenschutzorganisationen der Gesetzesentwurf nicht weit genug. Sie fordern ein Verschlüsselungsverbot. “BAKOM und Bundesrat kapitulieren vor dem Lobbying der Kabelnetzbetreiber, die nun weiterhin tun können, was sie wollen.”, so Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS (Stiftung für Konsumentenschutz).

Auch in Deutschand sorgen die proprietären Set-Top-Boxen insbesondere der Kabelanbieter seit Jahren für Ärger bei den Verbrauchern. Das Bundeskartellamt ermittelt bereits und prüft, ob das Gerätemonopol der “Zwangs-Set-Top-Boxen” nicht doch als “wettbewerbswidrige Kundenbindung” zu sehen ist.

Kabel Deutschland bereitet Einspeisung der privaten HD-Sender vor

Wie das Online-Magazin Area DVD aktuell mitteilt, hat Kabel Deutschland in einigen Kabelnetzen Testfrequenzen für neue HDTV-Sender aktiviert.

Die angezeigten Kennungen ”Test 1” bis ”Test 5” lassen darauf schließen, dass es sich um Vorbereitungen für die Einspeisung der HD-Kanäle von RTL und ProSiebenSat.1 handelt.

Bereits Mitte März 2010 hatte KDG-Chef Adrian von Hammerstein in einem Interview gegenüber den VDI Nachrichten erklärt, dass Kabel Deutschland das HDTV-Angebot der Privaten einspeisen will.
Die HDTV-Sender der Privaten sind schon seit Anfang Mai im Kabelnetz der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus und Primacom zu empfangen. Für die weiteren Kabelnetzbetreiber wird die Einspeisung von RTL HD, VOX HD, ProSieben HD, Sat.1 HD und kabel eins HD im Laufe dieses Jahres erwartet.

HDTV-Sender der Privaten im Kabelnetz

Wie bereits Ende Januar angekündigt werden in Kürze zusätzlich zu RTL HD und VOX HD auch ProSieben HD, Sat.1 HD und kabel eins HD im Kabelnetz von Tele Columbus zu empfangen sein.

Damit ist Tele Columbus der erste Kabelnetzbetreiber, der seinen Kunden alle großen Privatsender in hochauflösender Bildqualität anbietet. Bislang konnten diese (in komplettem Umfang) nur über das Satellitenangebot HD+ empfangen werden.

Die Sender sind Teil des digitalen Basispakets, werden also ohne Zusatzkosten zur Verfügung gestellt. Der Empfang der HD-Programme der Privaten ist jedoch nur mit einem speziellen zertifizierten Receiver möglich. Die bekannten Restriktionen hinsichtlich der Vorspulfunktion und der Aufnahmemöglichkeiten wie HD+ müssen auch hier vom Kunden hingenommen werden.

Auch die Kabelnetzbetreiber Primacom und KabelKiosk, das Digital-TV-Kabel-Angebot von Eutelsat, dem viele kleine Kabelnetzbetreiber angeschlossen sind, haben angekündigt, in Kürze RTL HD und Vox HD in ihre Netzen aufnehmen zu wollen.

Für die weiteren Kabelnetzbetreiber wird die Einspeisung der HDTV-Kanäle der Privaten im Laufe dieses Jahres erwartet. So steht Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland nach eigenen Aussagen in Verhandlungen mit RTL und der ProSieben.Sat1-Gruppe. Der zweitgrößte Netzbetreiber Unitymedia hält sich indes noch bedeckt und bei Kabel BW heißt es, dass man zwar prinzipiell an einer Einspeisung der HD-Pendants der Privaten interessiert sei, allerdings nicht die von den Sendern Nutzungseinschränkungen wie z.B. Ad-Skipping an die Kunden weitergeben wolle.

Arte HD im Kabelnetz von Unitymedia

In einer aktuellen Pressemitteilung hat der Kabelnetzbetreiber Unitymedia bekannt gegeben, sein HDTV-Programmangebot zum 27. April mit den beiden Sendern Arte HD und ServusTV HD weiter auszubauen.

Somit steht der deutsch-französischen Kulturkanal Arte in bester HD-Qualität nunmehr in allen deutschen größeren Kabelnetzen wie Kabel Deutschland, Tele Columbus, Netcologne, Primacom, HL Komm, RFT und S+K zur Verfügung – mit Ausnahme von Kabel BW.

Dabei rühmt sich der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber in einer Pressemeldung vom vergangenen Dienstag noch als der Anbieter mit der deutschlandweit größten Auswahl an HDTV-Sendern und erklärt gleichzeitig, dass HDTV-Empfang bei Kabel BW mittlerweile Standard sei. Tatsächlich möchte Kabel BW sein Angebot an hochauflösendem Fernsehen bis Jahresende von derzeit 19 auf insgesamt 30 HDTV-Sender weiter ausbauen. So laufen nach Angaben des Unternehmens unter anderem Gespräche über die Einspeisung der HD-Pendants von RTL, ProSieben und Sat.1.
Zu einer zukünftigen Einspeisung von Arte HD hält man sich bei Kabel BW allerdings weiter bedeckt.

ARD, ZDF und Arte in HD bundesweit bei Kabel Deutschland

Laut Pressemitteilung will Kabel Deutschland (KDG) bis spätestens Mitte Mai dieses Jahres die HD-Programme Das Erste HD, ZDF HD und ARTE HD dauerhaft in seinem gesamten deutschen Kabelnetz ausstrahlen.

Dazu wird Kabel Deutschland ab dem 6. April 2010 die Kanäle für einige digitale Fernsehprogramme ändern. Aus technischen Gründen soll die Umstellung schrittweise erfolgen und wird voraussichtlich am 21. Mai 2010 abgeschlossen sein.
Aktuell ist der Empfang nur in sogenannten “aufgerüsteten Netzen” von KDG möglich.

Neben den Änderungen im digitalen TV-Angebot erhalten auch einige digitale Radiosender einen neuen den Kanalplatz. Die Kanalbelegung der analogen Fernsehprogramme bleibt laut Kabel Deutschland unverändert.

Arte HD im Kabelnetz von Netcologne

Ab sofort speist der Kölner Kabelnetzbetreiber Netcologne Arte HD unverschlüsselt und frei empfangbar in sein Kabelnetz ein.

Den Kunden von NetCologne können damit insgesamt zwölf HD-Programme empfangen. Neben Arte HD stehen im kostenlosen Angebot auch die HD-Programme Das Erste HD, ZDF HD, Anixe HD und Luxe HD zur Verfügung. Desweiteren lassen sich im Rahmen eines kostenpflichtigen Premiumpakets sieben HD-Kanäle des PayTV-Anbieters Sky Deutschland hinzu buchen.

Somit ist Arte HD unter anderem über die Kabelnetze von Kabel Deutschland, Tele Columbus, Netcologne, Primacom, HL Komm, RFT und S+K empfangbar. In den Kabelnetzen von Kabel BW und Unitymedia fehlt der deutsch-französischen Kulturkanal Arte in HD-Qualität leider nach wie vor.

Kabel Deutschland will HDTV-Angebot der Privaten einspeisen

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) steht mit RTL und ProSiebenSat.1 in Verhandlungen zur Einspeisung der HDTV-Programme der beiden Privatsender.

“Kabel Deutschland befindet sich in Gesprächen mit beiden privaten Sendergruppen bezüglich einer vertraglichen Vereinbarung zur Einspeisung ihrer HDTV-Angebote ins Kabelnetz”, so KDG-Chef Adrian von Hammerstein in einem Interview gegenüber den VDI Nachrichten.

Seit Februar speist KDG Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD ein, bislang allerdings nur in den ausgebauten Netzbereichen, was etwa 80 Prozent des KDG-Netzes entspricht. 2010 sollen weitere Anschlüsse modernisiert werden, so dass bis Mitte dieses Jahres laut von Hammerstein nahezu alle Kunden von Kabel Deutschland mit hochauflösendem Fernsehen versorgt werden können. Die nötigen Ausbaumaßnahmen seien bereits angelaufen. “Allerdings: Es wird immer vereinzelte Teilnetze geben, deren Aufrüstung nicht wirtschaftlich wäre”, wie der Unternehmenschef von Kabel Deutschland einräumt.

Im weiteren Interview bestätigte von Hammerstein, dass Kabel Deutschland noch im ersten Halbjahr 2010 ein CI+Modul anbieten werde “und damit einen einfachen und unkomplizierten Zugang zur digitalen Fernsehwelt ermöglichen – auch ohne zusätzlichen Receiver.”

Kabel Deutschland beginnt Einspeisung von ARD, ZDF und Arte HD

Wie das Online-Magazin Area DVD berichtet, hat Kabel Deutschland mit der Einspeisung der HDTV-Programme Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD begonnen.

In verschiedenen Kabelnetzen, wie z.B. Bayreuth, Braunschweig und Hannover, sind die Sender bereits aufrufbar. Dennoch werden die HDTV-Sender nach Abschluss der Einspeisung voraussichtlich vorerst nicht flächendeckend, sondern in etwa 80 Prozent der Kabelnetze empfangbar sein, da Kabel Deutschland diese zunächst nur in den ausgebauten Gebieten anbieten kann.

ARD HD und ZDF HD im österreichischen Kabelnetz

Mit Beginn der olympischen Spiele werden ARD HD und ZDF HD im Kabelnetz der Schweiz eingespeist. Nun wird auch der österreichische Kabelnetzbetreiber UPC die beiden HD-Sender der Öffentlich-Rechtlichen aus Deutschland in sein Programmangebot übernehmen.

Bislang bietet UPC sieben Programme in HD-Qualität an, von denen ORF 1 HD, ORF 2 HD und Arte HD im Rahmen der Digital TV-Pakete Digital TV Start und Digital TV Plus kostenlos zu empfangen sind. Diese Pakete werden nun durch Das Erste HD und ZDF HD ergänzt.

Thomas Hintze, Vorsitzender der Geschäftsführung von UPC Austria, erklärte zur Einspeisung der neuen HD-Sender: “Wir erweitern rechtzeitig zum Start der Olympischen Winterspiele unser HD-Angebot und freuen uns, durch diese beiden neuen Sender noch besser auf die hohen Anforderungen unserer Kunden eingehen zu können, die auf anspruchsvolles HD-Programm setzen. Dieses Angebot bietet einfach für jeden qualitativ hochwertiges Fernsehen.”

UPC ist eine Tochterfirma des weltgrößten Kabelanbieters Liberty Global, der vor kurzem auch den deutschen Kabelnetzbetreiber Unitymedia übernommen hatte.

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