Archiv für das ‘HD+’-Tag

Seite 2 von 3

HD-Plus kündigt Nachrüstlösung für Frühjahr 2010 an

Wie HD-Plus, ein Tochterunternehmen des Satellitenbetreibers SES Astra, in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung erklärt, werden “die hochauflösenden Programme von RTL HD, Sat.1 HD, ProSieben HD, VOX HD und kabel eins HD [...] künftig auch auf einigen bereits im Markt befindlichen HDTV-Receivern mit herkömmlicher CI-Schnittstelle empfangbar sein. Das entsprechende Modul für HD+ wird voraussichtlich im Frühjahr 2010 erhältlich sein und inklusive einer HD+ Karte geliefert. Der Preis wird unter 100 Euro liegen.”

Ergo wird der Empfang der grundverschlüsselten Sendungen nicht auf allen Geräten möglich sein. Zudem wird für den Empfang von HD+ über die CI-Schnittstelle ein Software-Update des Receivers erforderlich. “Interessierte Zuschauer können Anfang nächsten Jahres auf einer speziellen Website feststellen, ob ihr Gerät zur Nachrüstung geeignet ist und können das Modul dort bestellen.”

Noch vor kurzem schien die Nachrüstlösung für HD+ fraglich zu sein und wurde von beteiligten Herstellern gegenüber einigen Branchendiensten bereits für gescheitert erklärt. Als Grund wurden überhöhte Mindestabnahmemengen seitens SES Astra und seinen Technikpartnern sowie Vorgaben der Privatsender bezüglich weiterer technischer Restriktionen angeführt.

HD+ auf der ReelBox Avantgarde

Seit dem 1. November 2009 werden RTL und Vox in HD-Qualität über die Satelliten-Plattform HD+ gesendet. Für nicht HD+-zertifizierte Receiver war bis dato ein so genanntes “Legacy-Modul” geplant, das den Empfang der neuen Programme ermöglichen sollte. Mittlerweile scheint aber auch diese Nachrüstlösung für HD+ fraglich zu sein.

Nach Verlautbarungen der Reelbox Community reelbox4you.tv soll es jetzt eine softwarebasierte Möglichkeit geben, um HD+-Karten auf der ReelBox Avantgarde zu aktivieren und freizuschalten.

Als Mindestanforderung wird neben der zusätzlich zu installierenden Software das aktuelle Software-Release auf Basis des Betriebssystems Ubuntu 8.04 (ab Version 9.10), ein interner Cardreader und natürlich eine HD+-Karte angegeben.

Nachrüstlösung für HD+ fraglich

Nach Informationen der Sat+Kabel scheint das im Sommer 2009 von Satellitenbetreiber SES Astra in Aussicht gestellte Vorhaben, auch herkömmlichen Receivern mit CI-Schnittstelle über so genannten “Legacy-Module” den Empfang des HDTV-Programms der Plattform HD+ bereitzustellen, inzwischen nicht mehr gesichert zu sein.

Wie es weiter heißt, zweifeln mittlerweile mehrere Receiver-Hersteller die Realisierung der Module an. Überhöhte Mindestabnahmemengen seitens SES Astra und seinen Technikpartnern sowie Vorgaben der Privatsender bezüglich weiterer technischer Restriktionen werden als Gründe hierfür genannt.
So kritisiert beispielsweise Technisat laut einer Meldung von heise online, “dass vonseiten RTL massiv Forderungen aufgestellt werden, die dazu führen, dass eine solche Legacy-Modul-Lösung nur in Geräten möglich wäre, die von den Herstellern mittels Software-Update auf dieses Modul angepasst werden”. Im Besonderen ist hier wohl die Unterbindung des Überspringens von Werbeblöcken, also das so genannte Ad-Skipping, gemeint.

Sollten sich die o.a. Informationen bestätigen, so bleibt dem Kunden, der sich für das Angebot von HD+ interessiert, nur die Anschaffung eines für den Empfang von HD+ zertifizierten Neugerätes.

HD+ sorgt erneut für Kritik

Erneut sorgt die neue HDTV-Plattform HD+ für Kritik.

Laut einem Bericht der Sat+Kabel sind HD+-zertifizierte Receiver nach einem aus der Branche zugespielten Dokument in besonderer Weise technisch vorbereitet: “Wenn der Nutzer die Smartcard entfernt oder sie ungültig wird (z.B. weil sie abgelaufen ist), darf die Settop-Box die SD-Varianten der parallel in HD verbreiteten Sender nicht wiederherstellen. Stattdessen muss die Settop-Box weiter die HD-Kanäle in den vorprogrammierten und Favoriten-Listen behalten.”

Die kostenlosen, frei empfangbaren, parallel ausgestrahlten PAL-Pendants von RTL HD, Vox HD, ProSieben HD, Sat.1 HD und Kabel Eins HD sollen also nach Entnahme bzw. Ablauf der der HD+ Smartcard bewusst unterbunden werden, um Kunden zum erneuten Freischalten ihrer Smartcard zu bewegen.

Über einen manuellen Suchlauf lassen sich die Sender zwar wieder in die Programmlisten einfügen, dennoch zeigen derartige technischen Spezifikationen deutlich, dass – wie es im Bericht der Sat+Kabel heißt – “bei HD+ nicht Benutzerfreundlichkeit und Zuschauerinteressen, sondern die finanziellen Interessen der Betreiber im Vordergrund stehen”.

Weiterer Ausbau von HD+ geplant

Nach Auskunft des Handelsblatts in seiner Ausgabe vom 10. November steht die Satellitenplattform HD+ von Astra vor einem weiteren Ausbau des Programmangebots, möglicherweise sogar noch vor dem Start der drei HDTV-Sender von ProSiebenSat.1.

“Wir sind mit einer Reihe von Sendern in Gesprächen. Wir erwarten noch in diesem Jahr weitere Abschlüsse”, erklärte Ferdinand Kayser, President und CEO von SES ASTRA, gegenüber dem Handelsblatt. Konkrete Gespräche soll es mit Tele 5 und Das Vierte geben. Brancheninsider spekulieren, dass auch DSF und MTV ins HD+-Sendeangebot aufgenommen werden sollen.

Nach einem ersten Probejahr wird das HDTV-Paket auf Prepaid-Basis zum Preis von 50 Euro jährlich angeboten. Dem Handelsblatt zufolge erwartet Kayser aber trotz Wirtschaftskrise kein Problem in der Akzeptanz beim Endkunden und verweist auf eine Marktforschung, die gezeigt habe, dass die Menschen durchaus bereit seien, diesen Betrag auszugeben.

RTL HD und Vox HD im Kabelnetz denkbar

Demnächst starten die beiden HDTV-Sender von RTL, zunächst allerdings ausschließlich auf der neuen Satellitenplattform HD+.

Wie Andre Prahl von CBC, verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland, in einem Interview mit dem Onlinemagazin digitalmagazin.info mitteilt, könne man sich vorstellen, auch in anderen Verbreitungswegen entsprechende Rechte einzuräumen, sofern in diesen die Sender RTL und Vox in HD angeboten werden sollen. Gespräche zwischen RTL und Kabelnetzbetreibern und DSL-Anbietern seien im Gange.

Ab November wird RTL neben US-Serien wie z.B. “Bones”, “CSI: Den Tätern auf der Spur”, “CSI: NY”, “Dr. House” und “Monk” auch Kinohighlights wie “Die Bourne Verschwörung”, “Das Bourne Ultimatum” und “Stirb langsam 4.0” in HD-Qualität zeigen.

SES Astra gibt Details zu HD+ bekannt

Wie der Satellitenbetreibers SES Astra heute mitteilt, werden die Sender RTL und VOX ab dem 1. November 2009 mit ihren Programmen in HDTV über die neue Plattform HD+ ausgestrahlt. Im Januar 2010 folgen die Sender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins.

Astra will nach eigenen Angaben kein Abomodell einführen. Vielmehr soll das HDTV-Paket auf Prepaid-Basis zum Preis von 50 Euro im Jahr angeboten werden. Diese Gebühr wird jedoch frühestens ab November 2010 erhoben werden, da die Nutzung von HD+ wie angekündigt im ersten Jahr kostenfrei ist.

Für den Empfang des neuen HDTV-Angebots ist ein HD+-zertifizierter Receiver erforderlich. Bis zum Jahresende werden laut Astra sechs HD+-Receiver erhältlich sein, darunter angeblich auch Geräte mit Aufnahmefunktion.

Ursprünglich sollten es auch für ältere Geräte mit Common Interface (CI) eine Nachrüstmöglichkeit auf HD+ geben, bestehend aus einem Firmware-Update und einem sogenannten Legacy-CAM.
Nach einer Meldung von HDTV Praxis ist diese Option allerdings vorerst zurückgezogen worden, da die Zielvorgabe von HD+ von mindestens 100.000 Modulen bislang noch nicht einmal ansatzweise durch die Bestellungen der beteiligten Firmen erreicht worden sei.

Nach den aktuell vorliegenden Informationen wird HD+ vorerst in der Schweiz und in Österreich nicht erhältlich sein. Zudem soll HD+ ausschließlich via Satellit empfangbar sein.

Tele 5 bereitet HDTV-Start vor

Wie der stellvertretende Geschäftsführer des Privatsenders Tele 5, Christof Wegenast, in einem Interview gegenüber DIGITAL FERNSEHEN mitteilt, gehe man realistisch von einem Start mit einem HDTV-Angebot in zwei bis drei Jahren aus.

Wegenast erklärt weiter, dass man die Option habe, zu einem beliebigen Zeitpunkt auf HD umzustellen. Der Sender sei bereits heute technisch in der Lage, sofort mit der Ausstrahlung eines HDTV-Programms zu beginnen. Allerdings wolle man erst einmal eine ausreichende Verfügbarkeit von HD-Material und einen einheitlichen HD-Standard abwarten. Dennoch stehe Tele 5 aktuell im Gespräch mit der HDTV-Plattform HD+ hinsichtlich möglicher Zukunftsszenarien.

Nach Meinung von Wegenast sei Tele 5 von seiner Programmstruktur mit dem auf Spielfilme gelegten Programmschwerpunkt eigentlich der ideale HD-Sender, da diese im Vergleich zu Talkshows, Gerichtssendungen, Telenovelas oder Kochshows am meisten von der besseren Bildqualität profitieren würden.

HDTV-Testsignal für RTL HD und Vox HD

Die beiden neuen HDTV-Programme RTL HD und VOX HD haben mit hochauflösenden Testausstrahlungen auf Astra 19.2° Ost (Frequenz 10832 Megahertz horizontal – SR 22.000, FEC 2/3, 8-PSK) begonnen. Das Signal ist in Nagravision verschlüsselt.

Auf der gleichen Frequenz wurde Anfang diesen Monats auch Anixe HD und Astra HD als Demo-Kanal aufgeschaltet.

Nach der Testphase sollen RTL HD und VOX HD voraussichtlich zum 1. November offiziell als erste Programme im neuen Programmpaket HD+ des Satellitenbetreibers SES Astra angeboten werden.

Über die neue Plattform HD+ und die hiermit geplanten Restriktionen bei der Receiverauswahl und den Nutzungsmöglichkeiten wurde in den letzten Monaten kontrovers diskutiert. Die Mediengruppe RTL Deutschland als auch die ProSiebenSat.1-Gruppe, die mit ihren HDTV-Angebot Anfang 2010 starten möchte, beabsichtigen neben der verschlüsselten Ausstrahlung der HD-Programme unter anderem auch Nutzungsbeschränkungen beim sog. Ad-Skipping, dem Umgehen von Werbeblöcken bei der Wiedergabe von HDTV-Aufzeichnungen.

RTL verteidigt Verschlüsselung bei HD-Angebot

Nach Ansicht von Axel Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung bei der RTL-Tochter CBC, “sollte man CI Plus nicht mit HD+ gleichsetzen und schon gar nicht verteufeln, wie von Seiten einiger Verbraucherschützer bereits geschehen. Das führt zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher und stellt die eigentliche Behinderung von HDTV in Deutschland dar.”

In einem Interview gegenüber dem Branchendienst “TV Zukunft” erklärt Prahl weiter, dass eine Weiterentwicklung des Standards sinnvoll wäre, “um die Flexibilität in der Nutzung von Inhalten sowohl für die Konsumenten als auch für die Sender weiter zu erhöhen.”

Angesprochen auf die Frage, ob mit HD+ bestehende Receiver nicht unbrauchbar würden, bekräftigt Prahl nochmals die Ankündigung von Astra, “dass für bereits verkaufte HD-Empfänger, die über einen DVB CI-Schacht verfügen, zusätzlich sogenannte Legacy-Module zur Verfügung gestellt werden sollen, mit denen der HD+-Empfang ebenfalls möglich ist”.

RTL glaubt weiterhin an den Erfolg seiner neuen HDTV-Angebote – trotz der Verschlüsselung. HD koste Geld und mit HD+ habe man ein zukunftssicheres und nachhaltiges Modell gefunden, das unter anderem auch eine Refinanzierung dieser Mehrkosten sowie einen ausreichenden Signalschutz gewährleiste, so Prahl.

Einen Kurswechsel in Richtung PayTV sieht Prahl hier nicht und verweist auf ARD und ZDF, “die alleine für die Einführung von HDTV in der laufenden Gebührenperiode 244 Millionen Euro bekommen haben”. RTL müsse solche Investitionen aus eigener Tasche bezahlen. Vielmehr handele es sich bei der Gebühr um eine Servicepauschale, “die Astra von den Kunden erheben wird, mit dem Anschlussentgelt im Kabel vergleichbar. Und hier spricht ja auch keiner von Pay-TV…”

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will die Mediengruppe RTL flächendeckend in Deutschland verfügbar sein. Beim Plattformbetreiber HD+ bzw. Astra wird November 2009 als Starttermin für den Regelbetrieb angegeben.

Das komplette Interview kann man in der aktuellen Ausgabe 03/09 der “TV Zukunft”, die von der Deutschen TV-Plattform herausgegeben wird, nachlesen.

Politik kritisiert HD+

Die von SES Astra geplante und umstrittene Satellitenplattform HD+ stößt weiter auf ein kritisches Echo, ähnlich wie seinerzeit das Entavio-Projekt. Auch seitens der Politik mehren sich die kritischen Äußerungen.

Am deutlichsten tat dies nun Barbara Kisseler von der SPD. So erklärte die Chefin der Senatskanzlei des Landes Berlin anlässlich ihres Besuches der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin, dass die werbefinanzierten Programmanbieter mit der neue Plattform “HD plus” für deren hochauflösendes Fernsehformat HDTV einen aus verbraucher- und medienpolitischer Sicht problematischen Weg beschreiten. Die damit verbundene Reglementierung der Nutzung des Programmangebotes und der Aufnahmemöglichkeiten für den privaten Gebrauch gefährde mittelfristig das frei empfangbare Fernsehen und damit auch die Vielfalt der deutschen Medienlandschaft.

Kissler räumte ein, dass es ein grundlegendes Geschäftsmodell in der digitalen Welt sei, ein Programm verschlüsselt anzubieten und Inhalte für den Endkunden adressierbar zu machen, fordert die Plattformanbieter aber zugleich auf, auf offene Standards zu setzen. “Ansonsten droht die Digitalisierung zum Gerätedschungel für die Verbraucher zu werden. Eine Verunsicherung, ob der jetzt gekaufte Receiver auch im nächsten Jahr noch funktioniert, schadet der Digitalisierung des Rundfunks insgesamt.”

Im Weiteren appelliert Kisseler an die Privatsender “derartige Geschäftsmodelle zu überdenken und im Sinne der Verbraucher zu gestalten. Auch sollte sehr sorgfältig geprüft werden, ob die werbefinanzierten Programmanbieter mit diesen Konzepten ihrer öffentlichen Aufgabe nachkommen und ob es tatsächlich sinnvoll ist, dass frei empfangbare Fernsehen in Deutschland so einzuschränken.”

Die gesamte Erklärung ist in der entsprechenden Pressemeldung nachzulesen.

Keine Zusatzgebühr für HDTV bei ARD und ZDF

Nach einem Bericht des Handelsblatts erwarten die Öffentlich-Rechtlichen Sender mit der geplanten, kostenpflichtigen HDTV-Plattform HD+ einen Vorteil gegenüber den Privatsendern und erhoffen sich hierdurch mehr Zuschauer für ihr Gratisangebot.

“HD+ kann uns einen Wettbewerbsvorteil bescheren”, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter beim gestrigen IFA-Auftakt in Berlin. Allerdings ist man auch verärgert und befürchtet eine Verzögerung des Markterfolgs von HDTV “Es gibt ein großes Durcheinander im Markt”, so Schächter. “HD+ sorgt für eine neue Verunsicherung.”

Eine Gebühr für das hochauflösende Fernsehangebot steht für die Öffentlich-Rechtlichen grundsätzlich nicht zur Diskussion. “Wir lehnen eine Verschlüsselung unserer Programme ab”, wie der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust mitteilt.

Aber auch in der Geräteindustrie löst HD+ laut Handelsblatt Unzufriedenheit und Unverständnis aus. So beschweren sich angeblich bereits einige Receiver-Hersteller über eine angebliche Benachteiligung im Wettbewerb zu ausgewählten Dienstleistern von Astra SES. Hier weist man die Kritik jedoch zurück und erklärt, dass jedem Hersteller, der HD+-fähige Receiver bauen wolle, die Spezifikationen zur Verfügung gestellt würden.

Privatsender gegen Ad-Skipping bei HD+

ProSiebenSat.1 und RTL bestätigten gegenüber dem Branchenblatt Digital Insider sowie dem Online-Magazin Area DVD ihre Pläne, auf der angekündigten kostenpflichtigen Astra-HDTV-Plattform HD+ das so genannte Ad-Skipping, also das Überspringen von Werbeblöcke bei der Wiedergabe von Mitschnitten, unterbinden zu wollen.

“Wir wollen, dass die Nutzer Sendungen aufzeichnen können. Wir wollen aber auch, dass geschützte Inhalte nicht weiterverbreitet werden oder ein Ad-Skipping möglich ist”, so die Erklärung einer Sprecherin von ProSiebenSat.1 auf Anfrage von Digital Insider.
Und RTL-Sprecherin Bettina Klauser teilt gegenüber Area DVD mit: “Ziel der Mediengruppe RTL ist nicht, Aufzeichnungen zu verhindern. Entscheidend ist, die Umgehung der Werbung zu vermeiden, mit der wir unsere Inhalte finanzieren.”

Allerdings scheint man sich bei RTL noch nicht einig zu sein, ob CI+ bei HD+-zertifizierten Receivern als Zugangssystem gerade in Bezug auf Ad-Skipping eingesetzt werden soll. “Das derzeit oft diskutierte CI+ leistet dies derzeit nicht im von uns gewünschten Umfang. CI+ lässt werbefinanzierten Programmanbietern zum Schutz ihres Geschäftsmodells lediglich die Wahl, Aufzeichnungen zuzulassen oder zu sie unterbinden”, so Klauser. “Trotzdem unterstützen wir den Industriestandard CI+ für den Empfang unserer HDTV-Inhalte, empfehlen dessen Einsatz jedoch nur in Verbindung mit integrierten TV-Geräten ohne Aufzeichnungsfunktion. Aus unserer Sicht wäre eine Erweiterung des CI+ Standards um die benötigten Funktionen daher wünschenswert.”

In einem Beitrag bei heise online zieht man daraus die Schlussfolgerung, “dass aktuelle Receiver, die über ein Firmware-Update und ein sogenanntes Legacy-Modul HD+-tauglich gemacht werden sollen, generell keine HD+-Sendungen aufzeichnen können. [...] Zumindest ist es nach Ansicht von Experten recht unwahrscheinlich, dass ein umgerüsteter Receiver in der Lage wäre, ein Ad-Skipping zu verhindern.”

Module zur Nachrüstung für HD+ erst 2010

Wie Alexander Sacher, Vice President Receiver Technology bei dem mit der technischen Abwicklung betrauten Tochterunternehmen APS (Astra Platform Services), in einem Interview gegenüber dem Branchen-Newsletters ASTRAinsider erklärt, wird es die Legacy-Module, die für die Nachrüstung bestehender Digital-Receiver auf HD+ erforderlich sind, wahrscheinlich im ersten Quartal 2010 geben.

“Wir haben in den vergangenen Wochen eine Lösung erarbeitet, mit der auch bereits gekaufte HD-Receiver die über HD+ ausgestrahlten Programme empfangen können. Voraussetzung ist, dass das Gerät, das aufgerüstet werden soll, über einen CI-Schacht (Common Interface) verfügt. Außerdem muss der Hersteller dieses Geräts die Lösung unterstützen, indem er ein Software-Update für seine HD-Geräte anbietet. Mit einem speziellen CI-Modul und der HD+ Karte kann der Zuschauer dann auch die neuen HD+ Programme mit seinem bereits gekauften Receiver empfangen”, so Sacher weiter.

Angesprochen auf die Frage, welche Einschränkungen im Zusammenhang mit dieser Lösung zu erwarten sind, teilt Sacher mit, dass voraussichtlich keine Aufnahmefunktion möglich sein wird. Zudem wird wahrscheinlich die Timeshift-Funktion für zeitversetztes Fernsehen nur bis maximal 90 Minuten erlaubt sein. “Es ist möglich, dass die Sender, deren HD-Programme über HD+ verbreitet werden, aus Gründen des Signalschutzes (z.B. Kopierschutz) auf gewissen Einschränkungen bestehen, da der CI-Standard keine durchgängig konsistente Lösung vom Modul zum Gerät ermöglicht.” Letztlich sei es aber Sache der Sender, auf welchen Signalschutzvorgaben sie bestehen.

Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert HD+

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert in einer aktuellen Pressemitteilung die sich abzeichnende kostenpflichtige Verschlüsselung im Zuge der Einführung hochauflösender Fernsehformate (HDTV).

Der Verband appelliert an die Sender und Plattformbetreiber, “derart kundenunfreundliche Pläne zu überdenken und zudem ein klares Bekenntnis zum frei empfangbaren Fernsehen abzugeben. Die Verbraucher ihrerseits sollten sich gut überlegen, ob der Qualitätsvorteil hochaufgelöster TV-Programme privater Fernsehanbieter im HD-Format die zusätzlichen Kosten und möglichen Einschränkungen bei deren Nutzung aufwiegt.”

Gerade die Nutzungsbeschränkungen stehen in der Kritik. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt, werden nach jetzigem Informationsstand spezielle “HD-Plus Receiver” notwendig, da mit den in den Haushalten bereits vorhandenen älteren HD-tauglichen Receivern das Programmangebot gar nicht oder – infolge Nachrüstung – nur eingeschränkt nutzbar sei. So ließen sich beispielsweise mit nachgerüsteten Receivern Sendungen von HD+ nicht aufzeichnen. Auch sei generell das Aufnehmen eines zweiten Programms bei gleichzeitigem Schauen einer anderen Sendung dann nicht mehr möglich.

Facebook-Fan werden   Folge uns bei Twitter   Feed abonnieren   reel | blog kontaktieren

73 queries. 0,719 seconds.

ReelBox kompakt - das Praxishandbuch