Avantgarde im Vergleichstest bei DigitalFernsehen

Unter der Überschrift „Duell der Giganten“ vergleicht die Fachzeitschrift DIGITAL FERNSEHEN in ihrer jüngsten Ausgabe die ReelBox Avantgarde und die Dreambox DM 8000.

Als Flaggschiffe im Bereich HDTV-Festplattenreceiver beschrieben können beide Geräte mit einer besonderen Hardware-Ausstattung und Funktionsvielfalt aufwarten.

Bei der Hardware unterscheiden sich die Konkurrenten lediglich in kleineren Details: Im Test werden auf Seiten der Dreambox der zusätzliche SD-Kartenleser und zwei weitere CI-Schnittstellen als Pluspunkt genannt. Die Avantgarde punktet mit insgesamt drei Tuner-Steckplätzen, die in Zusammenspiel mit den neuen Dual-Tunern den parallelen Betrieb von bis zu sechs Tunern erlaubt.

Bei den getesteten Tunereigenschaften kann die Dreambox mit einer etwas besseren Dämpfung aufwarten. Bemängelt wird, dass die ReelBox bislang nur das DiSEqC-1.1-Protokoll und noch kein USALS (Software zur automatischen Berechnung von Antennenpositionen) beherrscht.

Kritik finden auch die Fernbedienungen beider Geräte; nach Meinung der Tester fehlen einige Tasten für die zahlreichen Zusatzfunktionen.

Hinsichtlich Einrichtung, Bedienung und Alltagstauglichkeit geben sich die zwei Linux-Receiver nichts. In puncto DVD-Erstellung sowie Schnittfunktionen und der Möglichkeit zur automatischen Kennzeichnung von Werbeblöcken sticht die ReelBox hervor.

Die Multimediafunktionen, also MP3-Player, Internetradio und Bildershow sind laut DIGITAL FERNSEHEN vergleichbar. Allerdings stehen der Dreambox aufgrund einer sehr großen Community eine im Vergleich zur ReelBox höhere Anzahl von Zusatzprogrammen, wie z.B. ein YouTube-Player, zur Verfügung.

Den entscheidenden Trumpf spielt die ReelBox Avantgarde jedoch mit dem ebenfalls getesteten, neuen NetClient aus. Beschrieben als „das erste Receiver-Modell auf dem Markt, das seinen kompletten Funktionsumfang per Netzwerk an kleine Klientenboxen weitergibt“, loben die Tester die MultiRoom-Fähigkeiten und das Familientauglichkeit beweisende Konzept.

Im Fazit kann keiner der beiden Multimedia-Receiver einen klaren Sieg für sich beanspruchen. Je nach Anforderungsprofil findet sowohl die ReelBox wie auch die Dreambox ihre Zielgruppe. Die ReelBox wird als unkomplizierter Familienreceiver empfohlen, der speziell mit seinem netzwerkfähigen MultiRoom überzeugen kann. Die Dreambox hingegen – so das Urteil der Tester – richtet sich an Nutzer, die gerne „herumbasteln“.

Den gesamten Vergleichstestbericht kann man in der aktuellen Ausgabe 10/2009 der Zeitschrift DIGITAL FERNSEHEN nachlesen.

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