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Reel NetClient als mobiles TV-Empfangsgerät

Anfang Februar 2010 hatte das reelblog bereits über die Möglichkeit informiert, wie man den Reel NetClient zu einem mobilen TV-Empfangsgerät erweitern kann.

Zum Überallfernsehen mit dem Reel NetClient wird lediglich ein kompatibler DVB-T-USB-Stick benötigt.
Der Stick ist im ausgeschalteten Zustand (DeepStandby) an einem der beiden USB-Steckplätze des NetClients einzustecken. Nach dem Start wählt man entweder eine vorgefertigte Kanalliste aus oder führt einen Kanalsuchlauf durch. Alternativ können auch im VDR Wiki zum Download bereitgestellte DVB-T-Kanallisten verwendet werden.
Zu beachten ist, dass mit dem NetClient ein Empfang über den NetCeiver bzw. über die Avantgarde im Multiroom-Modus bei Betrieb mit einem DVB-T-Stick nicht mehr möglich ist. Hierfür muss der Stick wieder entfernt und der NetClient neu gestartet werden.

Interessierten steht im Wiki von Reel-Multimedia eine Anleitung zur Inbetriebnahme und Liste möglicher, kompatibler Sticks zur Verfügung.

Festplatte defekt?

Diese Frage stellt sich dem einen oder anderen Anwender der ReelBox Avantgarde bei plötzlich auftretenden Fehlern. Aber wie kann man dies überprüfen?

SMART ist die Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology, über die moderne ATA- und SCSI-Festplatten sowie SCSI-Bandlaufwerke verfügen. Neben der laufenden Protokollierung von Messwerten und Fehlern sind auch Funktionen zum Selbsttest der Geräte eingebaut. Gut wäre natürlich, von einen bevorstehenden unangenehmen Ereignis, wie zum Beispiel ein Festplattendefekt,  frühzeitig zu erfahren. Dafür sorgt das Softwarepaket Smartmontools.

Auch auf der ReelBox Avantgarde ist der Start dieses Tools ohne Vorinstallation möglich. Man benötigt lediglich eine Eingabekonsole: Zum Beispiel die Konsole der ReelBox PC-Oberfläche (Aufruf über Start | System | Konsole) oder den Telnet des ReelBox Control Center (RCC). Durch die Eingabe des Befehls “sudo smartctl -a /dev/sda” wird, zum Beispiel, die Hauptfestplatte (sda) überprüft.

Die Ausgabe sieht dann beispielsweise so aus (gekürzt):
smart

Neben Angaben zur Festplatte, wie der Modellbezeichnung, der Seriennummer, der Firmware-Version, der ATA-Version und der Festplattenkapazität, finden sich wichtige Angaben zum Selbsttest und zur Gesundheit der Harddisk.

ReelBox und Netzwerkfestplatte (NAS)

Ein NAS (Network Attached Storage, Netzwerkfestplatte) kann als Medien-Laufwerk für die ReelBox Avantgarde und den Reel NetClient genutzt werden. Es ist möglich, das Laufwerk als Speicherort für Aufnahmen, Videos, Bilder und Musik zu verwenden.

NASArtikel2
Durch das Einbinden von Netzwerklaufwerken kann man die Aufnahmekapazität der ReelBox beliebig erweitern. Und dies ohne den Austausch der internen Festplatte, ohne lästiges Schrauben und Öffnen des Gehäuses.

Es ist auch möglich, die interne Festplatte der ReelBox ausschließlich für das Betriebssystem zu reservieren und das Aufnahme- und Medienverzeichnis vollständig auf ein NAS zu setzen. Dies hat den Vorteil, dass beim Aufspielen eines Factory-Image die Medienverzeichnisse nicht mehr überschrieben werden können.

Selbstverständlich ist die Nutzung der Netzwerkfestplatte ebenfalls im Multiroom-System und im Betrieb mit NetClients problemlos möglich. Der Festplattenspeicher mit den darauf abgelegten Dateien steht netzweit zur Verfügung, ist also von allen Rechnern (Windows-PC, Notebook) des Netzwerks aus erreichbar. Wenn gewünscht, auch vom Internet aus.

Es gibt mehrere Optionen eine Netzwerkfestplatte auf der ReelBox einzubinden. Welche man davon auswählen sollte, ist natürlich abhängig davon, welches Netzwerkprotokoll das erworbene NAS unterstützt.

Netzwerkfestplatten sind bereits ab ca. 80 Euro im freien Handel erhältlich, NAS-Server mit der Einbaumöglichkeit von gleich mehreren Laufwerken ab ca. 120 Euro.

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Einbindung einer Netzwerkfestplatte ist auf den Internetseiten des Reel-Multimedia Wiki aufrufbar.

HD+ von SES Astra ein Flop?

In einer Umfrage des Magazins Sat+Kabel antworteten über 1.200 Leser auf die Frage “Was halten Sie von HD+?” mit einem vernichtenden Urteil.

Über 90 % der Leser bewerteten das Angebot als “Geldschneiderei”. So seien die hochauflösenden Privatprogramme nur gegen Gebühr zu empfangen, obwohl sich die Senderbetreiber und SES Astra bereits weitgehend über Werbespots und Transpondermieten finanzierten.
Kritisiert wurde auch, dass die verlangten Gebühren von 50 Euro jährlich und die zahlreichen Einschränkungen wie Aufnahmeverbote, Archiv-Verweigerung, Time-Shifting-Sperren nach Ansicht der befragten Leser in keinem Verhältnis zu dem gebotenen Inhalt stünden.

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ReelBox kompakt - das Praxishandbuch