Monatsarchiv für September 2009

Streaming von PayTV-Sendungen mit NetClient

Wie von offizieller Seite über das RMM-Supportforum im Beitrag ‘Reel MultiRoom Möglichkeiten..‘ mitgeteilt, ist das Streaming verschlüsselter Programme zum NetClient definitiv möglich.

Beim Test des NetClients der Fachzeitschrift satvision war das Streaming von PayTV-Sendungen mit Hinweis auf das Zugangskontrolldiensteschutz-Gesetz (ZKDSG) angeblich nicht möglich.
Zur Auslieferung soll die Einschränkung der Software aufgehoben sein. Bei Reel-Multimedia würde bereits intern mit dieser Version gearbeitet, wie es in dem Forenbeitrag heißt.

So soll man problemlos mit einem AlphaCrypt und einer Sky-Abokarte auf der ReelBox Avantgarde Sendungen ansehen oder aufnehmen können, während diese gleichzeitig auf den NetClients zur Verfügung stehen; vorausgesetzt, die Sendungen laufen auf dem gleichen Transponder.

RTL verteidigt Verschlüsselung bei HD-Angebot

Nach Ansicht von Axel Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung bei der RTL-Tochter CBC, “sollte man CI Plus nicht mit HD+ gleichsetzen und schon gar nicht verteufeln, wie von Seiten einiger Verbraucherschützer bereits geschehen. Das führt zu einer unnötigen Verunsicherung der Verbraucher und stellt die eigentliche Behinderung von HDTV in Deutschland dar.”

In einem Interview gegenüber dem Branchendienst “TV Zukunft” erklärt Prahl weiter, dass eine Weiterentwicklung des Standards sinnvoll wäre, “um die Flexibilität in der Nutzung von Inhalten sowohl für die Konsumenten als auch für die Sender weiter zu erhöhen.”

Angesprochen auf die Frage, ob mit HD+ bestehende Receiver nicht unbrauchbar würden, bekräftigt Prahl nochmals die Ankündigung von Astra, “dass für bereits verkaufte HD-Empfänger, die über einen DVB CI-Schacht verfügen, zusätzlich sogenannte Legacy-Module zur Verfügung gestellt werden sollen, mit denen der HD+-Empfang ebenfalls möglich ist”.

RTL glaubt weiterhin an den Erfolg seiner neuen HDTV-Angebote – trotz der Verschlüsselung. HD koste Geld und mit HD+ habe man ein zukunftssicheres und nachhaltiges Modell gefunden, das unter anderem auch eine Refinanzierung dieser Mehrkosten sowie einen ausreichenden Signalschutz gewährleiste, so Prahl.

Einen Kurswechsel in Richtung PayTV sieht Prahl hier nicht und verweist auf ARD und ZDF, “die alleine für die Einführung von HDTV in der laufenden Gebührenperiode 244 Millionen Euro bekommen haben”. RTL müsse solche Investitionen aus eigener Tasche bezahlen. Vielmehr handele es sich bei der Gebühr um eine Servicepauschale, “die Astra von den Kunden erheben wird, mit dem Anschlussentgelt im Kabel vergleichbar. Und hier spricht ja auch keiner von Pay-TV…”

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will die Mediengruppe RTL flächendeckend in Deutschland verfügbar sein. Beim Plattformbetreiber HD+ bzw. Astra wird November 2009 als Starttermin für den Regelbetrieb angegeben.

Das komplette Interview kann man in der aktuellen Ausgabe 03/09 der “TV Zukunft”, die von der Deutschen TV-Plattform herausgegeben wird, nachlesen.

NetClient im Test bei Satvision

In der aktuellen Ausgabe 09/2009 der Fachzeitschrift satvision kann der Reel NetClient mit einer Gesamtwertung von 92,5 % und dem Testurteil “sehr gut” überzeugen.

Getestet wurde der neue NetClient im Zusammenspiel mit einer ReelBox Avantgarde, ausgestattet mit zwei DVB-S2-Tunern.

Neben der kinderleichten Einrichtung werden insbesondere die sehr gute Bild- und Tonqualität gelobt. Sowohl über HDMI als auch via Scart liefert der NetClient “knackig scharfe und farbechte” SD- und HD-Bilder, im Vergleich zur Avantgarde etwas weniger “weichgezeichnet” und in der Detailzeichnung minimal grober.
Positive Beurteilung findet auch der geringe Stromverbrauch. Mit durchschnittlich gemessenen 11 Watt im Betrieb und knapp 3 Watt im Standby ist auch der Bereitschaftszustand eine akzeptable Option, zumal sich die Bootzeit hier auf 12 Sekunden gegenüber 67 Sekunden aus dem Netzaus-Modus reduziert.

Einige Funktionen standen mit der noch im Beta-Stadium befindlichen, getesteten Softwareversion nicht zur Verfügung. So war es beispielsweise noch nicht möglich, per NetClient eine in der Avantgarde eingelegte CD bzw. DVD abzuspielen. Auch der frontseitig integrierte SmartCard-Reader konnte noch nicht getestet werden; die Funktion soll aber laut Herstellerangaben zum Verkaufsstart vorhanden sein.

Leider auch nicht möglich war den Testern das Streaming von PayTV-Sendungen. Dies verstoße – wie es im Testbericht heißt – gegen das Zugangskontrolldiensteschutz-Gesetz (ZKDSG), stelle technisch gesehen allerdings keine Schwierigkeit dar.

Insgesamt bescheinigt satvision Reel-Multimedia mit dem NetClient und dem MultiRoom-System die Entwicklung einer hervorragenden Technologie. Als besondere Merkmale des Live-TV-tauglichen Streaming-Clients werden unter anderem auch die Möglichkeiten genannt, das Gerät mit eingebauter bzw. angeschlossener Festplatte als mobilen Player an einem x-beliebigen TV-Gerät nutzen zu können wie auch die Option, bei Verwendung von PowerLAN-Adaptern ganz auf eine weitere Netzwerkverkabelung verzichten zu können.

Zusammenfassend empfiehlt satvision den NetClient allen, die bis zu sechs vernetzte Räume in kürzester Zeit und bei geringstem Aufwand mit Festplatten-Receivern ausstatten möchten.

Wie auf Nachfrage bei Reel-Multimedia zu erfahren war, wird der zuletzt für Ende September/Anfang Oktober angekündigte Liefertermin definitiv eingehalten. In Kürze will RMM die Vorabbesteller des NetClients anschreiben und detaillierte Informationen bekannt geben.

NetCeiver Gehäuse-Set im RMM Online Shop

Ergänzend zum Reel NetCeiver, der ab Mitte Oktober verfügbar sein wird, bietet Reel-Multimedia jetzt über seinen Online-Shop auch ein NetCeiver Gehäuse-Set (ohne NetCeiver) an.

Das silber-schwarze Chassis, bestehend aus Gehäusedeckel und -boden sowie 60W-Tischnetzteil inklusive Power-Adapter, kostet 109 Euro und ist mit einer vierwöchigen Lieferzeit angegeben.

Reel NetCeiver ab Mitte Oktober verfügbar

Im Juli sind bereits nähere Infos zum NetCeiver als Stand-Alone-Gerät bekannt geworden.

Der externe Reel NetCeiver soll nun ab Mitte Oktober, zeitgleich zur Markteinführung des NetClients, zum Preis von 249 Euro erhältlich sein. Das mit 100/1000 Mbit Netzwerkkarte und externen 65W-Steckernetzteil ausgestattete Gerät wird mit einem DVB-Single-Tuner (DVB-S2, DVB-C oder DVB-T) nach Wahl ausgeliefert. Somit stehen noch zwei weitere Tuner-Steckplätze für zusätzliche Reel DVB-Tuner-Karten zur Verfügung.

Der NetCeiver dient in Ergänzung bzw. in Alternative zur ReelBox Avantgarde als DVB-Kopfstation, die in direkter Nähe zur Satellitenempfangsanlage oder direkt neben dem digitalen Kabelanschluss positioniert werden kann. Mit dem Hausnetzwerk verbunden, können so bis zu sechs Reel Multimedia-Geräte, der in Kürze erhältliche Reel NetClient bzw. die ReelBox Avantgarde, mit (HD)TV und Radio versorgt werden.

Detaillierte Informationen zum NetCeiver Multituner System findet man im Produkt-Bereich von Reel-Multimedia unter NetCeiver.

85 HD-Sender bis Ende 2009 bei Astra

Nach Meldung des Branchendienstes Rapid TV News rechnet der Satellitenbetreiber SES Astra bis Ende 2009 mit 85 über Astra empfangbaren HDTV-Kanälen.

Laut Alexander Oudendijk, Chief Commercial Officer (CCO) bei Astra, erwarte die Branche allerdings sogar einen Anstieg der europäischen HD-Kanäle auf über 420 Sender bis zum Jahr 2012 und auf 1300 Kanäle bis 2018.

Fast 100 Millionen HD-Ready-Sets seien nach den Aussagen Oudendijks seit 2005 bis Mitte Juni dieses Jahres in Europa verkauft worden und damit deutlich mehr, als ursprünglich vermutet. “Heute schauen mehr als drei Millionen Haushalte HDTV über Astra. Die größte Anzahl findet sich in Großbritannien (1,58 Millionen), gefolgt von Deutschland (630.000), Frankreich (370.000) und in kleineren Märkten mit insgesamt 500.000.”
Oudendij glaubt, dass im Jahr 2013 74 Prozent der europäischen TV-Haushalte HD-Ready sind und der Satellit sich dann zur stärksten Verbreitungsplattform für hochauflösendes Fernsehen entwickelt hat, gefolgt von Kabel, DVB-T und IPTV.

Arte HD mit mehr nativem HDTV ab 2010

Nach dem erfolgreichen HDTV-Special zur IFA bei Arte HD möchte der deutsch-französische Kultursender Arte den Anteil an nativem HD-Material zunehmend ausbauen.

“Wir verfolgen das Ziel, in 2010/2011 unseren mehrheitlichen Anteil des Programmvolumens in HD nativ auszustrahlen”, so Claude-Anne Savin, Sprecherin bei Arte, in einem Interview gegenüber dem Onlinemagazin digitalmagazin.info.

Da allerdings der Großteil des Programms von Arte aus Zulieferungen gedeckt wird, hänge dies auch von den entsprechenden Möglichkeiten der eigenen Produzenten ab.

Auch bezüglich der Einspeisung im deutschen Kabelnetz, in dem Arte HD leider noch nicht flächendeckend vertreten ist, heißt es, die technische Einspeisung sei nicht das Problem. Allerdings stehe man “vor vertraglichen Aspekten, die sich nicht so schnell klären lassen”.

Politik kritisiert HD+

Die von SES Astra geplante und umstrittene Satellitenplattform HD+ stößt weiter auf ein kritisches Echo, ähnlich wie seinerzeit das Entavio-Projekt. Auch seitens der Politik mehren sich die kritischen Äußerungen.

Am deutlichsten tat dies nun Barbara Kisseler von der SPD. So erklärte die Chefin der Senatskanzlei des Landes Berlin anlässlich ihres Besuches der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin, dass die werbefinanzierten Programmanbieter mit der neue Plattform “HD plus” für deren hochauflösendes Fernsehformat HDTV einen aus verbraucher- und medienpolitischer Sicht problematischen Weg beschreiten. Die damit verbundene Reglementierung der Nutzung des Programmangebotes und der Aufnahmemöglichkeiten für den privaten Gebrauch gefährde mittelfristig das frei empfangbare Fernsehen und damit auch die Vielfalt der deutschen Medienlandschaft.

Kissler räumte ein, dass es ein grundlegendes Geschäftsmodell in der digitalen Welt sei, ein Programm verschlüsselt anzubieten und Inhalte für den Endkunden adressierbar zu machen, fordert die Plattformanbieter aber zugleich auf, auf offene Standards zu setzen. “Ansonsten droht die Digitalisierung zum Gerätedschungel für die Verbraucher zu werden. Eine Verunsicherung, ob der jetzt gekaufte Receiver auch im nächsten Jahr noch funktioniert, schadet der Digitalisierung des Rundfunks insgesamt.”

Im Weiteren appelliert Kisseler an die Privatsender “derartige Geschäftsmodelle zu überdenken und im Sinne der Verbraucher zu gestalten. Auch sollte sehr sorgfältig geprüft werden, ob die werbefinanzierten Programmanbieter mit diesen Konzepten ihrer öffentlichen Aufgabe nachkommen und ob es tatsächlich sinnvoll ist, dass frei empfangbare Fernsehen in Deutschland so einzuschränken.”

Die gesamte Erklärung ist in der entsprechenden Pressemeldung nachzulesen.

ReelBox Basic Series II im RMM Online Shop

Ab sofort bietet Reel-Multimedia die ReelBox Avantgarde Series II in einer so genannten Basic-Version ohne Festplattenlaufwerk und ohne DVB-Tuner-Karten an.

Bei der ReelBox Basic Series II sind also Festplatte und Tuner individuell konfigurierbar. Die erforderlichen Reel DVB-Tuner-Karten können direkt über den Online-Shop von Reel-Multimedia bestellt werden. Als Festplatten sind alle handelsüblichen SATA-HDDs im Formfaktor von 3,5-Zoll mit einer Kapazität von bis zu 2 Terabyte verwendbar. Reel Multimedia hat keine Festplatten im Angebot.

Der DVD-Brenner wiederum gehört zur Grundausstattung der ReelBox Basic. Ergo ist es nicht möglich, diese Geräteversion ohne DVD-Laufwerk zu bestellen, um sie ggf. auch von vornherein mit einem Blu-Ray-Brenner auszustatten.
Zur Begründung gibt RMM in den FAQs an, dass das DVD-Laufwerk für die Installation des Betriebssystems benötigt wird. Nicht ganz nachvollziehbar, da ja die Festplatte gleichermaßen zur Installation erforderlich ist.

Wie Reel-Multimedia zusichert, bleibt bei sachgemäßem Einbau von Hardware durch den Anwender die Garantie davon unberührt. Technisch ungeübten Anwendern wird jedoch empfohlen, die Montage von Festplatte und Tuner sowie die Software-Installation durch den Fachhandel vornehmen zu lassen.

Das Betriebssystem der Avantgarde steht zum Download als ISO-Image zum Brennen einer Installations-DVD kostenlos im Support-Bereich zur Verfügung.

Die ReelBox Basic ist wie die Avantgarde in den Modellausführungen silber und schwarz erhältlich und wird zum Preis von 999 Euro angeboten.

Alle weiteren Informationen zu dem neuen Avantgarde-Basissystem findet man im Produkt-Bereich von Reel-Multimedia unter ReelBox Basic.

NetClient im Test bei DigitalFernsehen

Wie bereits angekündigt, hat die Fachzeitschrift DIGITAL FERNSEHEN den neuen Reel NetClient einem Test unterzogen und nun in ihrer aktuellen Ausgabe 10/2009 veröffentlicht.

Vorab: Der NetClient konnte die Redaktion überzeugen und erhält mit dem Testurteil “sehr gut” eine uneingeschränkte Empfehlung.

Neben der sehr umfänglichen Ausstattung, der sehr einfachen Einrichtung und der insgesamt einwandfreien Funktion des Gerätes ist es vorallem das MultiRoom-Konzept, das die Tester begeistert.
Nahezu alle Funktionen der ReelBox lassen sich auch über den NetClient nutzen. Somit hat der Nutzer in jedem Raum, in dem ein NetClient aufgestellt ist, eine Art “Mini-Avantgarde” zur Verfügung, die er in der gewohnten Weise und mit der selben Menüführung bedienen und nutzen kann.
Auch die Durchgängigkeit wird im Testbericht gelobt: So lässt sich beispielsweise eine Timer-Programmierung sowohl an der ReelBox wie auch an allen angeschlossenen NetClients durchführen, kontrollieren und ändern. Eine Sendung, die man im Wohnzimmer nicht mehr weiterschauen möchte, kann man anhalten und einfach am NetClient im Schlafzimmer zeitversetzt den Rest ansehen.

Die fehlerfreie Signalübertragung und gegenüber der ReelBox nur minimal langsamere Umschaltzeiten (ca. zwei Sekunden) runden den insgesamt sehr guten Eindruck der Tester ab.

Den gesamten Test mit allen Details findet man in der am 4. September 2009 erschienenen Ausgabe 10/2009 der Zeitschrift DIGITAL FERNSEHEN.

Avantgarde im Vergleichstest bei DigitalFernsehen

Unter der Überschrift “Duell der Giganten” vergleicht die Fachzeitschrift DIGITAL FERNSEHEN in ihrer jüngsten Ausgabe die ReelBox Avantgarde und die Dreambox DM 8000.

Als Flaggschiffe im Bereich HDTV-Festplattenreceiver beschrieben können beide Geräte mit einer besonderen Hardware-Ausstattung und Funktionsvielfalt aufwarten.

Bei der Hardware unterscheiden sich die Konkurrenten lediglich in kleineren Details: Im Test werden auf Seiten der Dreambox der zusätzliche SD-Kartenleser und zwei weitere CI-Schnittstellen als Pluspunkt genannt. Die Avantgarde punktet mit insgesamt drei Tuner-Steckplätzen, die in Zusammenspiel mit den neuen Dual-Tunern den parallelen Betrieb von bis zu sechs Tunern erlaubt.

Bei den getesteten Tunereigenschaften kann die Dreambox mit einer etwas besseren Dämpfung aufwarten. Bemängelt wird, dass die ReelBox bislang nur das DiSEqC-1.1-Protokoll und noch kein USALS (Software zur automatischen Berechnung von Antennenpositionen) beherrscht.

Kritik finden auch die Fernbedienungen beider Geräte; nach Meinung der Tester fehlen einige Tasten für die zahlreichen Zusatzfunktionen.

Hinsichtlich Einrichtung, Bedienung und Alltagstauglichkeit geben sich die zwei Linux-Receiver nichts. In puncto DVD-Erstellung sowie Schnittfunktionen und der Möglichkeit zur automatischen Kennzeichnung von Werbeblöcken sticht die ReelBox hervor.

Die Multimediafunktionen, also MP3-Player, Internetradio und Bildershow sind laut DIGITAL FERNSEHEN vergleichbar. Allerdings stehen der Dreambox aufgrund einer sehr großen Community eine im Vergleich zur ReelBox höhere Anzahl von Zusatzprogrammen, wie z.B. ein YouTube-Player, zur Verfügung.

Den entscheidenden Trumpf spielt die ReelBox Avantgarde jedoch mit dem ebenfalls getesteten, neuen NetClient aus. Beschrieben als “das erste Receiver-Modell auf dem Markt, das seinen kompletten Funktionsumfang per Netzwerk an kleine Klientenboxen weitergibt”, loben die Tester die MultiRoom-Fähigkeiten und das Familientauglichkeit beweisende Konzept.

Im Fazit kann keiner der beiden Multimedia-Receiver einen klaren Sieg für sich beanspruchen. Je nach Anforderungsprofil findet sowohl die ReelBox wie auch die Dreambox ihre Zielgruppe. Die ReelBox wird als unkomplizierter Familienreceiver empfohlen, der speziell mit seinem netzwerkfähigen MultiRoom überzeugen kann. Die Dreambox hingegen – so das Urteil der Tester – richtet sich an Nutzer, die gerne “herumbasteln”.

Den gesamten Vergleichstestbericht kann man in der aktuellen Ausgabe 10/2009 der Zeitschrift DIGITAL FERNSEHEN nachlesen.

Dual-DVB-S2-Tuner teilweise fehlerhaft

Bei einzelnen Exemplaren der bereits ausgelieferten Reel DVB-S/S2-Dual-Tuner-Karten gibt es offenbar Funktionsstörungen; verschiedentlich werden die Karten nicht korrekt erkannt.

Reel Multimedia bittet alle Anwender, die wiederholt Probleme mit den Dual-DVB-S2-Tuner haben sollten, diese an das Reel Multimedia Service Center zu senden. Die Tuner-Karten werden dort überprüft und ggf. repariert bzw. komplett ausgetauscht.

Die o.a. Information kann im RMM-Supportforum im Beitrag ‘Neuer doppel DVB-S2 Tuner?‘ nachgelesen werden.

Keine Zusatzgebühr für HDTV bei ARD und ZDF

Nach einem Bericht des Handelsblatts erwarten die Öffentlich-Rechtlichen Sender mit der geplanten, kostenpflichtigen HDTV-Plattform HD+ einen Vorteil gegenüber den Privatsendern und erhoffen sich hierdurch mehr Zuschauer für ihr Gratisangebot.

“HD+ kann uns einen Wettbewerbsvorteil bescheren”, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter beim gestrigen IFA-Auftakt in Berlin. Allerdings ist man auch verärgert und befürchtet eine Verzögerung des Markterfolgs von HDTV “Es gibt ein großes Durcheinander im Markt”, so Schächter. “HD+ sorgt für eine neue Verunsicherung.”

Eine Gebühr für das hochauflösende Fernsehangebot steht für die Öffentlich-Rechtlichen grundsätzlich nicht zur Diskussion. “Wir lehnen eine Verschlüsselung unserer Programme ab”, wie der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust mitteilt.

Aber auch in der Geräteindustrie löst HD+ laut Handelsblatt Unzufriedenheit und Unverständnis aus. So beschweren sich angeblich bereits einige Receiver-Hersteller über eine angebliche Benachteiligung im Wettbewerb zu ausgewählten Dienstleistern von Astra SES. Hier weist man die Kritik jedoch zurück und erklärt, dass jedem Hersteller, der HD+-fähige Receiver bauen wolle, die Spezifikationen zur Verfügung gestellt würden.

Privatsender gegen Ad-Skipping bei HD+

ProSiebenSat.1 und RTL bestätigten gegenüber dem Branchenblatt Digital Insider sowie dem Online-Magazin Area DVD ihre Pläne, auf der angekündigten kostenpflichtigen Astra-HDTV-Plattform HD+ das so genannte Ad-Skipping, also das Überspringen von Werbeblöcke bei der Wiedergabe von Mitschnitten, unterbinden zu wollen.

“Wir wollen, dass die Nutzer Sendungen aufzeichnen können. Wir wollen aber auch, dass geschützte Inhalte nicht weiterverbreitet werden oder ein Ad-Skipping möglich ist”, so die Erklärung einer Sprecherin von ProSiebenSat.1 auf Anfrage von Digital Insider.
Und RTL-Sprecherin Bettina Klauser teilt gegenüber Area DVD mit: “Ziel der Mediengruppe RTL ist nicht, Aufzeichnungen zu verhindern. Entscheidend ist, die Umgehung der Werbung zu vermeiden, mit der wir unsere Inhalte finanzieren.”

Allerdings scheint man sich bei RTL noch nicht einig zu sein, ob CI+ bei HD+-zertifizierten Receivern als Zugangssystem gerade in Bezug auf Ad-Skipping eingesetzt werden soll. “Das derzeit oft diskutierte CI+ leistet dies derzeit nicht im von uns gewünschten Umfang. CI+ lässt werbefinanzierten Programmanbietern zum Schutz ihres Geschäftsmodells lediglich die Wahl, Aufzeichnungen zuzulassen oder zu sie unterbinden”, so Klauser. “Trotzdem unterstützen wir den Industriestandard CI+ für den Empfang unserer HDTV-Inhalte, empfehlen dessen Einsatz jedoch nur in Verbindung mit integrierten TV-Geräten ohne Aufzeichnungsfunktion. Aus unserer Sicht wäre eine Erweiterung des CI+ Standards um die benötigten Funktionen daher wünschenswert.”

In einem Beitrag bei heise online zieht man daraus die Schlussfolgerung, “dass aktuelle Receiver, die über ein Firmware-Update und ein sogenanntes Legacy-Modul HD+-tauglich gemacht werden sollen, generell keine HD+-Sendungen aufzeichnen können. [...] Zumindest ist es nach Ansicht von Experten recht unwahrscheinlich, dass ein umgerüsteter Receiver in der Lage wäre, ein Ad-Skipping zu verhindern.”

HDTV bei Schweizer Fernsehen ohne CI+

Das Schweizer Fernsehen SRG SSR wird nach aktuellen Pressemeldungen auf die verbraucherfeindliche Schnittstelle CI+ für seine ab 2012 geplanten sechs HDTV-Kanäle verzichten.

So werden die TV-Zuschauer in der Schweiz die zukünftigen HDTV-Sender mit einem beliebigen CI-Receiver empfangen und ohne Einschränkungen aufzeichnen können. Eine Grundverschlüsselung ist jedoch erforderlich, denn “die SRG SSR idée suisse erwirbt in der Regel bei Fremdproduktionen lediglich die Ausstrahlungsrechte für die Schweiz und muss deshalb die Sendungen bei der Ausstrahlung über Satellit verschlüsselt ausstrahlen”, so Daniel Steiner, Mediensprecher der SRG SSR.

Während die deutschen Privatsender nach wie vor auf CI+ verweisen, da es angeblich das beste Verfahren zur Gewährleistung des Signalschutzes und der Vorgaben der Rechteinhaber sei, zeigen British Sky Broadcasting, größter Anbieter von PayTV in Großbritannien und Irland, und nicht zuletzt jetzt auch die SRG SSR, dass eine uneingeschränkte Nutzung von HDTV-Inhalten sehr wohl möglich ist.

Auch in Sachen Copy-Protection-Massnahmen zeigt die SRG SSR eine klare Position. Dem Vorschlag der European Broadcasting Union (EBU), einem europaweiten Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten, folgend werden derartige Maßnahmen grundsätzlich nicht unterstützt und nur Inhalte ohne Kopierschutz ausgestrahlt.


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